Kaffeewissen
Wie der Espresso entstand:
Expressare (lateinisch) = ausdrücken
Italien setzte schon immer auf die Robusta Bohne – eine schädlingsresistente Kaffeesorte, die im Geschmack einen vollen Körper, aber auch durchaus negative Gerb- und Bitterstoffe entwickelt. Um aus diesen Bohnen einen feinen Kaffee zu brühen, entwickelte Italien eine eigene, einzigartige Brühtechnik: Die Espressomethode:
Heißes Wasser (max. 82°-85°C – auf keinen Fall kochend) wird unter hohem Druck (ca. 13 – 15 bar) durch das feine Kaffeemehl gepresst – max. 25 Sekunden lang! Dabei entsteht die feine Crema – der feine Espressoschaum!
Die Espresso-Methode ist ein Bekenntnis zum bekömmlichen Kaffeegenuss. Durch das “druckvolle” Kurzbrühverfahren für einen Espresso oder Kaffee werden die den Magen belastenden Röststoffe – z.B. Gerbstoffe oder ätherische Öle – nur zu einem geringen Teil ausgeschwemmt.
In der kurzen Kontaktzeit von heißem Wasser und Kaffeemehl, entfalten sich die anregenden, feinen Kaffeebestandteile aus Körperfülle, Aroma und spritziger Kaffeesäure. Die bitteren Gerbstoffe bleiben im Kaffeesatz zurück.
Gewusst warum? Die Creme machts
Die bei der Espressozubereitung auftretende Creme entsteht dadurch, dass beim Extraktionsvorgang Luft unter Druck mit der Flüssigkeit vermischt wird und zusammen mit den in Lösung gegangenen Fetten und Ölen, feinsten Partikeln und Schwebstoffen des Kaffees eine Schaumkrone bildet. Diese Schaumkrone legt sich wie eine Schutzschicht über das Espressogetränk und verhindert, dass sich die sensiblen Aromastoffe verflüchtigen können.
Heute haben die Italiener für ihre Espressi gute Arabica/Robusta Mischungen – genauso wie wir unsere edlen Single Origins und Plantagenkaffees in Espressomaschinen bereiten. Übrigens können auch unsere Plantagenkaffees auch in jeder Espressomaschine zubereitet werden.
Drei Grundbegriffe des Geschmacks
Säure beschreibt die scharfe, lebendige, charakteristische Eigenschaft, die alle Kaffees aus hohen Lagen auszeichnet. Säure ist nicht gleich sauer oder bitter. Sie kann auch nicht mit absoluten pH – Werten gemessen werden. Kaffeesäure ist frisch und spritzig. Jeder Kaffee benötigt eine bestimmte Menge Säure um eine vollkommene Harmonie zu entwickeln und unterstützt das spezielle Aroma ganz besonders. Wir rösten im Gegensatz zu den Großröstern sehr lange und benötigen für einen Röstvorgang die 10-fache Zeit. In dieser Zeit kann Henry’s Kaffee seine Säure abbauen und zu Aroma umwandeln. Der Kaffee wird dadurch sehr gut verträglich.
Der Körper des Kaffees ist die Fülle oder Vollmundigkeit. Er kann von leicht, mittel, voll bis cremig oder dick reichen. Der Körper hängt auch vom Röstgrad ab. Dunklere Röstungen haben im Allgemeinen einen besonders ausgeprägten Körper.
Aroma ist der Duft des gebrühten Kaffees. Es ist häufig sehr charakteristisch ausgeprägt und komplex. Ein sehr aromatischer Kaffee hat meist auch relativ viel Kaffeesäure. Häufig werden die folgenden Begriffe verwendet:
· karamelartig (wie Süßigkeiten)
· kohleartig (bei dunklen Röstungen)
· schokoladenartig
· blumig
· fruchtig
· reichhaltig
· scharf
